I lieg gern im Gras und schau zum Himml nauf…!“ Ähhmm… Stop. Fangen wir anders an. 

 31 Grad im Schatten. Mit geschlossenen Augen genießen wir die Sonnenstrahlen, während wir auf unserem Liegen kurz vor dem Einschlafen sind. Im Hintergrund hört man nur das sanfte Meeresrauschen. „Meeresrauschen? Aufwachen, du bist nicht mehr in Sardinien!“

Quietschende Scheibenbremsen, laute Technomusik und ein leichtes Surren eines Rollentrainers kann man hier im Fahrerlager des 24h Rennens im Münchner Olympiapark eher vernehmen als das angenehme Meeresrauschen in der Trainingswoche zuvor auf Sardinien.

Pre-Race und Ausblick 

Am Donnerstag noch die letzte Trainingseinheit auf Sardinien absolviert, sollte es am letzten Samstag gleich beim 24h-MTB-Rennen im 4er Mixed Team aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls eines Teamfahrers weitergehen. Dadurch kam ich also in den Genuss dieses Rennen  für die Bikeschmiede München zusammen mit 2 Bekannten (ehem. Athleten meines Coaches, für den wir jetzt schon die 3. Generation sind;-)).  Mit dem Kallmünzer Triathlon und dem XTERRA Greece stehen nun die Wettkämpfe Nummer 3 und 4 in 5 Wochen inklusive Trainingslager bevor und ich bin gespannt welche Leistungen ich noch aus meinem Körper rausholen kann.

Course-Check

Swim – Nach der ersten „Abfahrt“ knickt die Strecke nach rechts ab und es geht sich verdammt eng aus, nicht in den Olympiasee zu fahren. Und dennoch soll mindestens ein Teilnehmer die Erfrischung gesucht haben ;-)


Bike -  6,5 km mit 85 hm pro Runde am Olympiastadion vorbei und durch den Olympiapark durch. Asphalt, Kopfsteinpflaster, eine Kurze Trail-Passage, machen die Strecke in dieser Szenerie zu einem launiger, kräfteraubender Kurs.

Run – 1. Runde, 1. Anstieg, 1. Panne. Kettenriss nach einem Verschalter. 500m zurück ins Fahrerlager gesprintet und den Kollegen einen Kaltstart verpasst ;-)

Race-Day

Pannen 
Bei einem 24h-Rennen gäbe es natürlich jede Menge zu schreiben, doch ich versuche es etwas kurz halten. Nachdem das Bike am Freitag noch im Koffer schlummerte und wieder race-ready zusammengebaut werden musste war die Anreise schon mal minutiös geplant. Ich warnte aber auch meine Kollegen des Vierer-Teams vor, dass ich im TL einen Kettenriss hatte und diesen nur notdürftig flickte. Nichtsdestotrotz war ich aber der Meinung, dass die Kette zumindest eine Runde halten sollte. (siehe Run…). 

Sturz 
Nachdem Rainer von der Bikeschmiede, schließlich das Bike perfekt vorbereitete konnte ich auf Runden und Zeitenjagd gehen. Auch wenn man 24h Zeit hat,  versucht man gleich bei den ersten Einsätzen eine Bestzeit in den Asphalt zu brennen. Die erste Runde war dann aber auch zum Kennenlernen da und in der 2. Runde drehte man dann am Gashahn. Die Temperaturen um die 31 Grad war ich ja nun gewöhnt und eingangs des zweiten Renneinsatz´s rechnete ich nicht damit, dass sich nach der ersten Abfahrt (siehe Swim) ein Kontrahent eine Erfrischung gönnen würde und er noch eine fette Wasserpfütze auf dem betonierten Weg hinterlassen würde. So konnte ich mich mit dem Vorderrad noch auf der Strecke halten, doch dann rutschte mir das Hinterrad bei Tempo 30 weg und ich landete auf meinem rechten Knie. Kurz abgeschüttelt, Lenker gerade gebogen und dann gings auch gleich wieder weiter. Nach ca. 800m überholte ich einen Mitstreiter dessen Klamotten vor Nässe noch trieften. Schmerzfreier und erfrischender wäre natürlich diese Variante gewesen ;-) 

Tactics
24h Rennen sind natürlich von Taktikspielchen geprägt und immer wieder kann man sich mit etwa gleich starken Fahren zusammenschließen und gemeinsame Sache machen. Oft genügt dazu nur ein Blickkontakt auf der Strecke und in der Wechselzone wird sich dann für die gute Zusammenarbeit bedankt und abgeklatscht. Ganz egal ob man sich beim Windschattenfahren abwechselt oder sich gemeinsam den Anstieg raufquält profitiert ein jeder von der Zusammenarbeit, zumal man sich meist eh entweder in einer anderen Runde oder eben in einer anderen Wertung befindet.  Das schnelle Racen trägt natürlich auch zum Fun Faktor bei. 
Ein Kontrahent meinte dennoch sein Ego vor dem Spaß zu stellen und schnauzte mich, kurz nachdem ich ihm auffuhr – an. Ich entgegnete nur „Lass uns gemeinsam fahren“ und setzte mich auf der ganzen Gerade in den Wind. Scheinbar war ihm meine liebgemeinte Aufforderung zu weich und so ließ er am darauffolgenden längeren Anstieg etwas Abstand. Als dann 30 Sekunden nach meinem Wechsel jemand fluchte und lauthals schimpfte, stellte ich fest, dass ein großes Ego nicht unbedingt mit guten Beinen mithalten kann. Ich ließ es dann auch gut sein, denn schließlich wollte ich noch 17h Spaß haben ;-) 


Performance
Mit meiner Leistung bin ich super zufrieden. Nach dem Re-Start (wegen dem Unwetter wurde das Rennen für 6 Stunden unterbrochen) wechselte ich sogar nach den ersten beiden Runde als Gesamterster und auch die Durschnitsszeiten der Runden  stellten mich im Vergleich zu starken Konkurrenz doch zufrieden. 

After Race

Ein klasse Team, gepaart mit einem noch besseren Mechaniker ließen dieses 24h Rennen nicht nur aufgrund der Unterbrechung sehr kurzweilig wirken. Einem jedem Münchner kann ich nur empfehlen die Bikeschmiede von Rainer aufzusuchen. Denn obwohl er meist am falschen Rad schraubt (es müssen mehr Brothers Bikes nach München), dreht er immer an der richtigen Schraube. 
Die Erfahrung neue, coole Leute kennen gelernt zu haben stellten die Zeitnahme-Probleme in den Hintergrund.

Fact 

Spaß hod´s gmacht und deswengs san mer do. 
Das Wichtigste ist, dass der Spaß immer dabei ist. Denn as Lem ist hart genug, aber ohne Sport wäre es härter ;-) 
Und auch am kommenden Samstag werde ich bei meinem einmaligen Ausflug auf die Straße in Kallmünz Spaß auf meinem Dünnreifen-Boliden haben. 

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K800 Sportograf 62331870

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